Beleuchtetes Portal der Kirche

Via Podiensis
Frankreich

Unterwegs auf dem französischen Jakobsweg – Von Le Soulié nach Conques

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Ein kurzer, gemütlicher Wandertag führt uns als kleine Gruppe durch die Hügel des Aveyron bis ins bezaubernde Conques. Ein Tag voller Gelächter, Tanzeinlagen und einem unvergesslichen Abend im Kloster Sainte Foy.

Datum icon
Route icon

22,5

Schritte icon

33631

Zeit icon

5h 5min

Der neue Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück in der Gîte. Danach heisst es wie immer Rucksack packen, Schuhe schnüren und los geht’s. Heute haben wir uns entschieden als kleine Vierergruppe auf den Weg zu machen. Es stehen nur rund 15 Kilometer bis Conques auf dem Plan, ein Spaziergang im Vergleich zu den anderen Tagen. Wegen Ricardos Schmerzen im Fuss, nehmen wir das Tempo raus und nehmen es gemütlich. Das tut allen gut.

Die Landschaft der Region Aveyron ist wie gemacht für einen Tag zum Durchatmen. Sanfte Hügel, dichte Wälder und immer wieder herrliche Ausblicke. Aveyron liegt im Herzen der Region Okzitanien und ist bekannt für seine unberührte Natur, mittelalterliche Dörfer und kulinarischen Spezialitäten wie Aligot(Kartoffelpüree mit Käse) oder Roquefort Käse.

Wir passieren die kleinen charmanten Dörfer Espeyrac und Sénergues mit ihren engen Gassen und alten Steinhäusern. Die Zeit vergeht wie im Flug. Es ist auch mal schön in der Gruppe unterwegs zu sein. Es wird diskutiert, gelacht und Ricardo sorgt mit seinen brasilianischen Tanzeinlagen für beste Unterhaltung.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Conques, ein echtes Juwel am Jakobsweg. Conques liegt in einem Tal, umgeben von bewaldeten Hängen. Das Dorf ist fast vollständig aus dunklem Schiefer und hellem Stein gebaut und wirkt, als wären wir in einer anderen Zeit gelandet. Im Zentrum des Ortes liegt die imposante Abteikirche Sainte Foy, die seit über tausend Jahren ein wichtiger Halt für Pilger ist.

Die anderen haben bereits im Kloster reserviert, ich nicht. Trotzdem bekomme ich ohne Probleme ein Bett im grossen Schlafsaal. Rund 30 Betten stehen dicht an dicht und am Abend sind sie alle belegt. Nach einer Dusche nutze ich die Zeit, um das Dorf zu erkunden. Ich schlendere durch die engen Gassen, geniesse die Sonne und gönne mir ein kühles Bier in einer kleinen Bar. Bald stossen auch die anderen dazu.

Am Abend gibt es vor der Kirche eine kleine Vorführung, in der das Portal zur Kirche beleuchtet wird und Szenen aus der Geschichte von Sainte Foy erzählt werden. Auch wenn ich nur die Hälfte verstehe (ich sollte wirklich mal an meinen Französischkenntnissen arbeiten) ist die Atmosphäre beeindruckend.

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